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China Moves: Junge Tanzkunst aus China

Die fabrik lädt ein, sich gemeinsam auf Abwege zu begeben. Diesmal geht die Reise nach China – im Programm von CHINA MOVES stehen junge KünstlerInnen und Choreographen/Innen, die die Geschichten des heutigen Chinas und seiner Menschen mal schrill und punkig, mal mit leisen meditativen Tönen erzählen. Mit ihren bahnbrechenden Arbeiten sind sie Pioniere der chinesischen Tanz- und Performanceszene. Das Rahmenprogramm bietet neben Filmen und Musik viele Möglichkeiten, mit den chinesischen Gästen ins Gespräch zu kommen.


VORTRAG: "HOW COULD IT BE? HOW COULD IT NOT BE? KÜNSTLERISCHE FREIHEITEN
IN CHINA" VON ZHANG XIAN [SHANGHAI]
27. Februar 2009, 18:00
Vortrag von Zhang Xian, Regisseur und Mitwirkender von Zuhe Niao.
Ca. 40 Min mit Diskussion und deutscher Übersetzung.
Eintritt frei.

In diesem Vortrag erörtert Zhang Xian, Regisseur und Mitwirkender des
Kollektivs Zuhe Niao, den Platz des Künstlers im politischen System
Chinas. Was ist die Rolle von Kunst und insbesondere zeitgenössischem
Tanz und Theater in einer zentral regierten Nation? Welche Wege schlagen
sie ein, um ihren Platz als Kreative und Ideengeber zu finden?


YOUNG CHOREOGRAPHERS: "TIAN ZIMING, LI NING, NUNU"
27. Februar 2009, 20:00
Genre: Tanz
Eintritt: 10 € / erm. 7 € / bis 19 Jahre: 3 €

In Chinas Metropolen hat sich in den letzten Jahren eine rege Tanz- und
Performanceszene entwickelt, deren Autonomiebestrebungen und
Risikofreude aus westlicher Perspektive staunen lässt. Am heutigen Abend
präsentieren wir Ihnen kurze Stücke ausgewählter junger Künstler, die
dieser bewegten Szene entspringen. Lassen Sie sich überraschen von der
Wucht der geballten Emotionen und Zornesenergie der Choreographin Nunu
in ihrem Stück "Question 'mama'", vom bitterbösen Humor des Regisseurs
Tian Zhiming in seinem Stück "We You They" oder den experimentellen
Tanzvideos von Li Ning. Die Vielfalt an künstlerischen Handschriften
machen diesen Abend bestechend und einzigartig. Im Anschluss findet ein
Publikumsgespräch statt.


ZUHE NIAO [SHANGHAI] "THE LEFT CHEEK"
28.Februar 2009, 20:00 und 1. März 2009, 16:00
Genre: Tanz
Eintritt: 10 € / erm. 7 € / bis 19 Jahre: 3 €

"The left cheek" ist eine Fabel über unser Leben in einer Gesellschaft, in der es immer wieder gelingt, sensible Fragen politisch auszunutzen, um von wahren Problemen abzulenken. Die Mischung aus zeitgenössischem Tanz, Livemusik, chinesischer Kampfkunst und anderen traditionellen Praktiken wie die Kalligrafie entführt den Zuschauer in eine faszinierend magische Welt, ist nicht zuletzt aber auch ein Stück Auseinandersetzung mit den kulturellen Wurzeln Chinas. Die aus Shanghai stammende Gruppe Zuhe Niao um den Regisseur und Stückschreiber Zhang Xian entwickelt "eine ganz neue Form des Körpertheaters, die Poesie und Text, Tanz und Bewegung, Musik und bildnerische Mittel vereint". Zuhe Niao brachte 2005 ihr erstes Stück "Toungue's Memory of Home" heraus, das erfolgreich in Europa tourte und 2007 den ersten Preis für "Junge Talente" beim Züricher Theaterspektakel
gewann.


"STILL LIVES" REGIE: JIA ZHANG-KE
26. Februar 2009, 18:00, 28. Februar 2009, 22:00 und 1. März 2009, 20:00

Das Filmmuseum zeigt in diesem Kontext Still Life (R: Jia Zhang-Ke, China 2006), in dem der umstrittene Drei-Schluchten-Damm des Yangtze eine tragende Rolle spielt: Der Bergmann San-ming Han reist in die Stadt Fengjie. Er will seine Ehefrau wieder finden, die ihn vor 16 Jahren mit ihrem gemeinsamen Kind verlassen hat. Doch die Straße, in der sie wohnte, ist längst im Wasser untergegangen. Zur gleichen Zeit kommt die Krankenschwester Shen-hong Guo in die Stadt. Auch Sie sucht ihren Ehepartner. So wie die vom Stausee überfluteten Häuser an anderer Stelle durch neue ersetzt werden müssen, sehen sich auch San-ming und Shen-hong
am Ende vor der Aufgabe, neue zwischenmenschliche Beziehungen einzugehen.
Fernab aller Polarisierungen erzählt "Still Life" von China heute.



weitere Informationen: > wwww.fabrikpotsdam.de
 

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